Banner Schadensfaelle

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1.2343 1 kl 1.2343 | X38CrMoV5-1
Härterissbildung an einem schroffen Querschnittsübergang führte zu vorzeitigem Versagen eines Bauteils einer Kunststoffspritzgussmaschine.Da die scharfe Kerbe konstruktiv bedingt ist, liegt kein Wärmebehandlungsfehler vor. Das Grundgefüge besteht aus einem ferritfreien Vergütungsgefüge.
1.2379 unzureichender Verschmiedungsgrad kl 1.2379 Schmiedefehler
Befund: Ursache der Rissbildung in der Auftragsschweißung liegt an nicht zusammengeschmiedeten Lunkerresten des Grundmaterials.
X20Cr13 gasnitriert SF kl 1.4021 | X20Cr13 gasnitriert
Schwingbruch an einem nicht abgedeckten sondern mit nitrierten Gewinde. Das Grundgefüge ist geglüht; Bainit (Ferrit) mit kugeligem Zementit. Die Kernhärte beträgt 270 HV0,5.
1.4938 Legierungsmitteleinschluesse kl 1.4938 | X12CrNiMoV12-3 Legierungsmitteleinschlüsse
In diesem hochwarmfesten martensitisch-korrosionsbeständigen Stahl wurde eine dünne ausgewalzte Zeile mit Karbiden in ferritischer Matrix gefunden. Eine REM-Untersuchung zeigt deutliche Konzentrationsunterschiede zur Matrixzusammensetzung, so dass hier auf eine nicht vollständig aufgelöste Vorlegierung geschlossen werden kann. Diese wurde im nachfolgenden Walzprozess zu einer langen, dünnen Zeile ausgewalzt.
1.6565 Prall Hammerwelle 1 kl 1.6565 Gebrochene Welle einer Prall-Hammermühle
Die Gefügeaufnahmen zeigen eine gebrochene Welle einer Prall-Hammermühle aus 1.6565, induktionsgehärtet. Makroskopisch sind zahlreiche Risse im Bereich des Lagersitzes mit lokalen Oberflächenausbrüchen zu erkennen. An der Oberfläche hat sich eine in der Dicke schwankende Neuhärtungszone ausgebildet. Diese lässt sich nur schwach anätzen und bleibt fast weiß. Dies gab der weißen Schicht den Namen – die sog. WEA (White Eatching Area). Es handelt sich hierbei um Reibmartensit (tetragonaler Martensit). Dieser entseht durch extreme Reibung, wie Sie beispielsweise durch Schlupf im Lagersitz entstehen kann. Die Härte dieser WEA beträgt 761HV0,5. Diese dünne und harte Schicht ist sehr spröde. Anrisse in der WEA wirken als scharfe Kerbe, welche aufgrund der hohen dynamischen Belastungen in einen sehr kleinen Schwingbruchbereich münden. Die Restbruchfläche beträgt ca. 95% des Wellenquerschnitts. Unterhalb der WEA schließt sich ein Bereich an, der aufgrund der Wärmeeinwirkung (Reibung) angelassen wurde. Hier fällt die Härte der induktionsgehärteten Randzone auf 473HV0,5 ab. Die Härte der darunterliegenden, unbeeinflussten Induktionshärteschicht beträgt ca. 500 HV. Das Grundgefüge besteht überwiegend aus Perlit mit teils eingeformtem Zementit (249HV0,5).
1.6759 Wasserstoffversproedung 1 kl 1.6759 | G18NiMoCr3-6 
Ein durch Wasserstoff verursachtes Fischauge erscheint makroskopisch als kreisrunde glatte Bruchfläche. Im Zentrum liegt immer eine Fehlstelle wie z.B. ein Schlackeneinschluss oder im vorliegenden Fall ein Mikrolunker, in dem sich der Wasserstoff ansammeln konnte. Das topographische Bruchaussehen des Fischauges ist eine fein gefiederte, transkristalline Sprödbruchfläche. Die Bildung des Fischauges beginnt, sobald der Werkstoff über die Fließgrenze hinaus belastet wird. Außerhalb des Fischauges liegt eine gesunde Wabenbruchstruktur vor.
Al Stangpressprofil kl Al-Strangpressprofil mit vermeintlichem Pressfehler
In einem massiveren Al-Strangpressprofil wurden nach dem Trennen mit der fliegenden Säge makroskopische Auffälligkeiten auf der Schnittfläche sichtbar. Vermutet wurde ein Fehler im Strangpressprofil (Pressfehler). Die metallographische Untersuchung zeigt in der Oberfläche steckende Hartmetallkörner, die vom Sägeblatt stammen.
Drahtseil TiC kl Drahtseil Reibmartensit
Dieses gebrochene Drahtseil weist an der Oberfläche eine WEA (White Eatching Area) auf. Die WEA kann entstehen, wenn das Drahtseil beispielsweise unter Belastung über eine scharfe Kante gezogen wird. Die WEA ist Ausgangspunkt für einen Riss. Das Grundgefüge weist ein typisches, patentiertes Gefüge auf. Im ungeätzten Zustand ist ein unerwünscht langer nichtmetallischer Einschluss vorhanden.
Druckfeder Einschluesse kl Fertigungsfehler an einer Feder
Befund: Randeinschlüsse, vermutlich Strahlmittel.
Anhängerkupplung Schwingbruch kl Schwingbruch einer Anhängerkupplung
Schwingbruch durch einseitige Biegung. Die Anhängerkupplung wies nach jahrzentelangem harten Einsatz erhebliche Verschleißerscheinungen an der Kugel auf und hätte schon längst erneuert werden müssen. Am Bruchausgang lagen Scheuerstellen vor, wie sie beispielsweise durch ein Stahlseil verursacht werden konnten.
Haerteriss Schraube kl Wärmebehandlungsfehler an einer Schraube
Befund: Härteanriss. Lokal begrenzte Verzunderung und Entkohlung der Bruchfläche im oberflächennahen Bereich.
WEA 1 kl WEA White Etching Area
Diese nicht anätzbaren weißen Schichten bestehen aus tetragonalem (also nicht angelassenem) Martensit und werden auch als Schleifbrand bezeichnet. Diese Zonen treten auch bei Wälzlagern auf, gerne in unmittelbarer Nähe von oxidischen Einschlüssen. Ursachen für diese Zone können sein:
Schleifbrand, zu hohe Flächenpressung, durchrutschender Lagersitz, aneinanderscheuerndes Drahtseil ("siehe FB neu"). Mit unserem Nanoindenter sind wir in der Lage, die Härte dieser Zone zu quantifizieren.

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